Das Mittelalter nur im Klassenzimmer erleben? Das kann spannend sein, prägt sich nicht so sehr ein wie das Mittelalter hautnah. Aus diesem Grund sind die 6.Klassen zum Schuljahresende mit ihren Klassenleitungen und ihrem Geschichtslehrer zusammen nach Klosterbuch zum Kloster Buch gefahren. Ein Tag voller Erlebnisse und Herausforderungen erwartete uns.
Wunderschön umgeben von Natur gelegen durften wir vom Bahnhof am Vormittag erst einmal zum Kloster laufen. Dort angekommen konnten wir nur kurz verschnaufen – und schon ging es los!
Ein Teil der Schülerinnen und Schüler wurde in die Zeit zurückversetzt, in der man nicht einfach das Smartphone in die Hand nehmen und eine Nachricht tippen konnte. Statt dessen sind sie in das Scriptorium geführt wurden und durften dort versuchen, mit Feder und Tinte auf eine Papierrolle zu schreiben. Gar nicht so einfach!
Währenddessen hat der andere Teil der Jugendlichen erfahren, dass man im Mittelalter Papier nicht einfach um die Ecke kaufen konnte, sondern das dieses in mühevoller Handarbeit hergestellt werden musste. Das Papier musste zuerst geschöpft und gepresst werden, bevor es, wie Wäsche auf einer Leine, getrocknet wurde. Schade, dass das Trocknen so lange braucht, denn jetzt heißt es Geduld haben, bis wir die Ergebnisse in den Händen halten können.
Ein weiteres Highlight war die Führung durch die alten Gemäuer des Klosters. Die Temperatur im Inneren der alten Gemäuer war an diesem heißen Tag eine willkommene Abkühlung. Und gelernt über die einzelnen Bereiche des Klosters wie der Krankenstube und der Kirche haben wir natürlich auch noch.
Der Ausflug kann also, trotz der Hitze, als gelungen bezeichnet werden. Wenn denn da der Rückweg nicht gewesen wäre…Wir alle haben uns extra beeilt, um pünktlich zum Bahnhof zu kommen – um dort zu sehen, dass der Zug ersatzlos gestrichen worden war. Das hieß für uns nun: eine Stunde irgendwo im nirgendwo warten und sich die Zeit vertreiben, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, bis dann endlich der nächste Bahn eingefahren ist und wir in den klimaanlagengekühlten Zug einsteigen durften. Geschafft. Dachten wir. Doch zurück in Leipzig ist auch noch die Straßenbahn ausgefallen, so dass wir den Weg zurück zur Schule auch per Fuß zurücklegen mussten. So kamen wir alle erst weit nach der verabredeten Zeit wieder zu Hause an, die meisten sehr durstig und der/die ein oder andere nun doch mit Sonnenbrand – aber voller neuer Erlebnisse und Eindrücke.
